CDU-Ratsfraktion Bonn

Muslimisches Frauenschwimmen im neuen Schwimmbad

Die aktuellen Diskussionen um Vorhänge im geplanten neuen Schwimmbad empfindet der sportpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Christos Katzidis, als sehr befremdlich. Für derartige Maßnahmen hat er kein Verständnis. Hierzu erklärt Christos Katzidis Folgendes:
 
„Ich sehe keinen Anlass und keinen Bedarf, bei den Planungen des neuen Schwimmbades im Wasserland bauliche Vorrichtungen für ein muslimisches Frauenschwimmen zu berücksichtigen. Ich selber habe auch für derartige Maßnahmen kein Verständnis, da sie nach meiner Überzeugung weder die Integration fördern noch unseren Werten und den Grundlagen unserer Gesellschaft entsprechen. Im Gegenteil: Sie fördern Parallelgesellschaften, die nicht hinnehmbar sind. Gleiches gilt für die Nicht-Teilnahme am Schwimmunterricht aus religiösen Gründen. Dazu haben wir inzwischen erfreulicherweise eindeutige Gerichtsentscheidungen, wonach eine Teilnahme am Schwimmunterricht verpflichtend ist und nicht aus religiösen Gründen abgelehnt werden darf. Jeder ist hier herzlich willkommen, sofern er bereit ist sich zu integrieren. Nicht akzeptabel ist es dagegen, dass wir mit Steuergeldern Maßnahmen unterstützen, die die Integration hemmen. Das ist eine völlig falsch verstandene Toleranz und ein fatales Signal in die falsche Richtung. Befremdlich finde ich es auch, dass die Stadtverwaltung Fakten schaffen will, ohne dass politisch darüber diskutiert wurde. Die Stadtverwaltung hat bisher in keinem Gremium dargestellt, das so etwas geplant ist. Ich sehe auch den Bedarf nicht. Ich finde es bedenklich, einer einzigen religiösen Gemeinschaft einen Sonderstatus bzw. Sonderrechte einzuräumen und integrationspolitisch für den falschen Weg. Zudem fördern solche Angebote den Reisetourismus,“ so Katzidis.
 
Im übrigen weist die CDU-Ratsfraktion daraufhin, dass es im Frankenbad schon heute ein Schwimmangebot für muslimische Frauen gibt. Bis zur Schließung des Frankenbades bleibt dieses Angebot bestehen. Was danach passiert, wird zu gegebener Zeit diskutiert und entschieden.