Kooperation prüft Fortschreibung des Rahmenplans zur Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft
Die Ratsfraktionen von CDU und SPD sowie die FDP-Gruppe prüfen die von der Stadtverwaltung vorgelegte Fortschreibung des Rahmenplans zur Neuordnung der Bonner Bäderlandschaft. Die Kooperation begrüßt die Bereitstellung weiterer 100 Millionen Euro über das bisherige Budget von 150 Millionen Euro.
Aus Sicht der Kooperation ist besonders wichtig, dass jeder Stadtbezirk auch künftig über ein Hallenbad verfügt. Der Ganzjahresbetrieb ist für das Schulschwimmen und den Vereinssport von zentraler Bedeutung. Kinder müssen Schwimmen lernen können, Vereine brauchen verlässliche Trainingszeiten, Bürgerinnen und Bürger erwarten eine erreichbare Infrastruktur. Diese Ziele müssen bei allen weiteren Beratungen Berücksichtigung finden.
Dort, wo keine Kombibad-Lösung vorgesehen ist, schlägt die Verwaltung vor, den Freibadbetrieb perspektivisch durch Dritte zu ermöglichen. Die Kooperation wird diesen Ansatz sorgfältig, ergebnisoffen und verantwortungsvoll prüfen. Entscheidend wird sein, ob solche Modelle tatsächlich dauerhaft tragfähig und organisatorisch realistisch sind. Privates oder ehrenamtliches Engagement kann eine Chance sein, darf aber nicht zu unrealistischen Erwartungen oder ungeklärten Betriebsrisiken führen.
Die Ratsfraktionen von CDU und SPD sowie die FDP-Gruppe werden die Vorlage nun intensiv beraten. Ziel ist eine Bäderlandschaft, die finanziell verantwortbar, sportfachlich sinnvoll, stadtweit ausgewogen und langfristig verlässlich ist.
Für die CDU-Ratsfraktion erklärt Nicole Bonnie, Sportpolitische Sprecherin:
„Die zusätzlichen Investitionsmittel sind ein starkes Signal für die Bonner Bäder. Wir wollen trotz schwieriger Haushaltslage eine moderne und verlässliche Infrastruktur sichern. Kombibäder sind dabei ein kluger Ansatz, weil sie mehr Ganzjahresnutzung ermöglichen und zugleich wirtschaftlicher betrieben werden können. Schulschwimmen, Vereinssport und Familien brauchen verlässliche Wasserflächen in allen Stadtbezirken.“
Für die SPD-Ratsfraktion erklären die Fraktionsvorsitzenden Angelika Esch und Max Biniek:
„Schwimmenlernen ist eine Frage von Bildung, Teilhabe und Sicherheit. Deshalb ist es richtig, die Bäderlandschaft nicht nur unter Kostengesichtspunkten zu betrachten, sondern als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Die Fortschreibung des Rahmenplans eröffnet die Chance, die Bonner Bäder zukunftsfest aufzustellen. Wir werden genau darauf achten, dass die Angebote erreichbar, sozial verantwortbar und dauerhaft nutzbar bleiben.“
Für die FDP-Gruppe erklärt Werner Hümmrich:
„Wir halten die Ankündigung von Schwimmbadschliessungen mitten in der Hochphase der Freibadsaison für unglücklich. Gleich beide Freibäder in Bad Godesberg zur Privatisierung mit offenem Ende vorzuschlagen, sehen wir kritisch. Wir werden die Vorlage nun ausführlich prüfen und benötigen weitere Zahlen, Daten, Fakten, um dann ein für alle Bonnerinnen und Bonner zufriedenstellendes Ergebnis zu beschliessen.“